Virtual Production: Wenn Film und Game zu einer neuen Realität verschmelzen
Wenn wir über die Zukunft des Filmemachens sprechen, führt heute kein Weg mehr an Virtual Production vorbei. LED-Wände, 3D-Engines, Mixed Reality – eine Symbiose aus Filmkunst und Gaming-Technologie revolutioniert die klassische Kinematografie. Inspiriert von Serien wie ‘The Mandalorian’, befeuert durch die fortschreitende Digitalisierung aller Produktionsprozesse, ersetzt Virtual Production aufwändige und kostspielige Drehorte durch digitale Welten in Echtzeit. Kulissen müssen nicht länger mühsam gebaut oder gesucht werden – sie entstehen aus Licht, Pixeln und Visionen.
Bereits zum wiederholten Mal fand nun die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Mainz / Zeitbasierte Medien und der LEDcave Köln statt – und wieder wurde das Studio zur Spielwiese für kreative Köpfe. Rund 40 Studierende aus zwei parallelen Projekt Kursen tauchten ein in die neuesten Workflows der virtuellen Produktion – mit Unreal Engine als Tor zu immersiven, hyperrealen Szenerien.
Das Ergebnis: ein atmosphärisch dichtes Musikvideo für den vielversprechenden Künstler MOCUD und seinen Song ‘Vultures’. Inspiriert vom Monster des Victor Frankenstein und unserer komplexen, kalten modernen Welt, entstanden Text und Produktion aus dem Wunsch heraus, sich dieser neuen chaotischen Realität mit ruhiger Vernunft und zarter Menschlichkeit nähern zu können.
Seine melancholischen Klänge, in denen sich Themen wie Depression und Sucht spiegeln, überzeugten die studentische Jury im Auswahlprozess des Musikvideokurses an der Hochschule Mainz und lieferten die emotionale Grundlage für eine intensive visuelle Umsetzung. An zwei Produktionstagen wurde das Musikvideo unter der Leitung von Prof. Seideneder, Prof. Olaf Hirschberg und Igor Posavec in der LEDcave Köln – eines der fortschrittlichsten LED-Studios Europas – realisiert. Die 44 x 7,5 Meter große, halbrunde LED-Wand mit 180°-View und 16.896 x 2880 Pixeln Auflösung sowie ein hochmodernes RED SPY-Tracking-System boten ideale Bedingungen für kreative Experimente auf höchstem technischem Niveau.
Ein großes Dankeschön geht an alle Partner, die dieses Projekt möglich gemacht haben: LEDcave Cologne, Hochschule Mainz, Dropout GmbH, MOCUD, die Darstellerin Julia Müller – und vor allem: die Studierenden, die mit Energie, Herzblut und Neugier eine neue Filmrealität mitgestaltet haben.
Felix Mensching, Li von Massow, Simon Büdel, Eva Feische, Niki Hentschel, Chris Engel, Kay Propheter, Mac Whirl, Felix Knauber, Alice Dain Jeong, Alicia Karatas, Linus Käpplinger, Maik Nöbauer, Carl-Philipp von Limburg, Bennet Waldt, Paul Mertins, Kamil Güney, Thomas Weberruß, Carl-Philipp von Limburg, Maximilian Echternkamp, Charlotte Bickelmann, Inga Sielemann, Arsen Gebauer, Jakob Klooth, Thea Dunn, Alexander Schmitt, Felix Janz, Margarita Maikova, Yannick Burkard, Marcel Kachel, Dominik Heß, Enes Yüksel, Nila Puvendran, Melanie Rämer. Zudem an die Kolleginnen und Kollegen von der dropout GmbH, die das Projekt fertiggestellt haben: Johanna Friedemann, Gregor von Sivers, Bernd Güssbacher, Jonathan Beil, Wolf-Tassilo Sack.
@dropoutfilm @Hochschule_Mainz @ledcave2020
Credits für die ‘In the Name of Love’ – EP:
Musik und Text: Vincent Esterhazy
Production: Jan-Hendrik Schmid, Sebastian Martin, Vincent Esterhazy
Vocal Production und Editing: Sam Braun
Post-Production: Sebastian Martin
Mix: Sebastian Martin
Master: Sebastian Martin
SIngle Artworks: Farzam Hamsayegan
EP Artwork: Vincent Esterhazy
Label: The Blue Decade



