Escapism

, ·

Escapism von Clara Läßle reflektiert die ambivalente Natur des Reisens – zwischen Freiheit und Angst vor Isolation, insbesondere in Gruppen. Für ihr Film suchte sie abseits touristischer Attraktionen nach ungeschönten, melancholischen Orten. Zunächst erfüllte die Hauptinsel nicht ihre Erwartungen, da sie auch im Herbst belebt und bunt blieb.

Erst an verlassenen Stränden, einem alten Fabrikgelände in Murano und anderen einsamen Orten fand sie die gewünschte Stimmung – eine Mischung aus Einsamkeit, Vergänglichkeit und Ruhe. Ihr Film soll keine idealisierte Version Venedigs zeigen, sondern Bilder erzeugen, die zugleich Unwohlsein und Faszination wecken.

Durch das Erkunden verlassener Orte und den Austausch mit Kommiliton*innen lernte sie, Einsamkeit zu schätzen und ihre eigene Vision kompromisslos umzusetzen. Die Reise weitete ihren Blick, reduzierte ihre Ängste und ließ sie kreativen Ausdruck in völliger Unabhängigkeit finden